Technologien für automatisierte Kleinteilelager – ein Überblick

Technologien für automatisierte Kleinteilelager – ein Überblick

Die Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen stellt viele Unternehmen vor grosse Herausforderungen. Ein breites Artikelspektrum, steigende Durchsatzanforderungen sowie begrenzte Lagerflächen führen dazu, dass Unternehmen vermehrt automatisierte Lösungen prüfen.

In den letzten Jahren hat sich eine Vielzahl an Technologien für automatisierte Kleinteilelager etabliert. Diese reichen von teilautomatisierten Lösungen wie Lagerliften bis hin zu hochautomatisierten Systemen mit Shuttles, Regalbediengeräten oder robotergestützten Lagerlösungen.

Dabei lassen sich die Systeme vereinfacht in mehrere Technologiefamilien einteilen. Dazu gehören vertikale Lagersysteme wie Lagerlifte, klassische automatische Kleinteilelager mit Regalbediengeräten, Shuttle-Systeme mit hoher Leistungsfähigkeit sowie robotergestützte Systeme, bei denen autonome Fahrzeuge oder Roboter die Behälter oder Regale zu den Arbeitsstationen transportieren. In der Praxis kommen auch Kombinationen dieser Technologien zum Einsatz.
Eine universell beste Technologie gibt es nicht. Welche Lösung geeignet ist, hängt immer von den spezifischen Anforderungen eines Unternehmens ab, insbesondere von Artikelstruktur, Durchsatz, Gebäudegegebenheiten, Erweiterbarkeit sowie Investitions- und Betriebskosten. Deswegen ist vor einer Systementscheidung eine detaillierte und ganzheitliche Logistikplanung unerlässlich. Erst auf Basis einer fundierten Analyse der Prozesse, Mengenstrukturen und zukünftigen Anforderungen kann bestimmt werden, welche Technologie langfristig die optimale Lösung darstellt.

Die folgende Übersichtmatrix zeigt die wichtigsten Unterschiede ausgewählter Technologien für automatisierte Kleinteilelager anhand zentraler Bewertungskriterien.

Kriterien Automatisches Kleinteilelager Shuttle-Systeme Kompaktlager Robotik Behälter Robotik Regale
Leistungsfähigkeit (Auftragspositionen/Stunde) Gering – mittel hoch – sehr hoch mittel – hoch mittel – hoch Gering – mittel
Flächeneinsparung vs. manuelle Lagerung Bis zu 40% Bis zu 40% Bis zu 60% Bis zu 40% Bis zu 30%
Skalierbarkeit (Kapazität & Leistung) + ++ +++ +++ +++
Flexibilität (Artikelvielfalt) + + + + +++
Redundanz + ++ +++ +++ +++
Installationszeit ≈12 Monate ≈14 Monate ≈10 Monate ≈6 Monate ≈4 Monate
Erforderliche Hallenhöhe 8–20 Meter 8–20 Meter 8 Meter 5–10 Meter 3 Meter
Betriebskosten mittel hoch mittel mittel gering
Initialkosten mittel Mittel – hoch Niedrig – mittel Niedrig – mittel niedrig

Weitere News

26.01.2026

Messe : Logistics&Automation

Am 28 und 29 Januar 2026 findet die Messe Logistics&Automation in BERNEXPO statt.

Finden Sie Stelog mit Team Smartlogistics am Stand C36

Lire l'article

17.04.2026

Inbetriebnahme automatisierter Anlagen – zwischen Konzept und Realität

Die Inbetriebnahme automatisierter Anlagen ist kein letzter Projektschritt, sondern die kritischste Phase, in der sich alle vorherigen Entscheidungen bewähren müssen.
Der Erfolg hängt weniger von der Technologie als von der Abstimmung zwischen IT, Technik, Gebäude und Organisation ab.
Entscheidend ist eine frühzeitige, ganzheitliche Planung sowie die aktive Einbindung der Menschen, um einen stabilen Übergang in den Betrieb zu gewährleisten

Lire l'article

01.04.2020

Wissen: S&OP erklärt

Die Vertriebs- und Operationsplanung, in Englisch „Sales and Operations Planning“ oder S&OP kümmert sich um die gesamtheitlichen und abteilungsübergreifenden Prozesse der Unternehmenssteuerung. Ziel ist die Erstellung eines unternehmensweiten Absatz- und Beschaffungsplans, der mit den gesetzten Unternehmenszielen übereinstimmt. S&OP ist nichts Neues, gewinnt aber in Zeiten von kurzfristigen Veränderungen an Bedeutung; eine Ähnlichkeit zu den Prinzipen des Supply-Chain-Management (SCM), ein Art „SCM Inhouse“ ist erkennbar.

Stelog gibt gerne weitere Auskünfte zum Thema!

Lire l'article

Bringen Sie Ordnung in Ihre Gedanken; wir kümmern uns um das Ordnen Ihrer Produkte!