18.06.2026

AGV/AMR: Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Inbetriebnahme

AGV/AMR: Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Inbetriebnahme

AGV/AMR in einem Lager zu integrieren, ist keine Sache der Improvisation. Bevor über Fahrzeuge gesprochen wird, geht es zunächst darum, den tatsächlichen Bedarf zu verstehen: Welche Materialflüsse sollen automatisiert werden, welcher Nutzen wird erwartet, und welche Budgetrestriktionen bestehen? Diese Analysephase wird oft unterschätzt dabei ist sie es, die das gesamte Projekt bestimmt.

Danach folgt die Berücksichtigung der Randbedingungen, die selten nur technischer Natur sind. Das Gebäude setzt Grenzen: Bodenqualität, Gangbreiten, Türen und Warenlifte, Kreuzungsbereiche. Die Übergabe- und Abgabezonen müssen angepasst werden, und das Informationssystem muss angebunden werden (WMS, ERP oder MES) was IT-Diskussionen im Vorfeld erfordert. Die bestehende Organisation muss erfasst werden: Manuelle und automatisierte Flüsse werden koexistieren, und diese Koexistenz will vorbereitet sein.

Die Simulation ist ein entscheidender Schritt, der aus Kosten- oder Zeitgründen noch zu oft vernachlässigt wird. Die Modellierung der Materialflüsse vor dem Einsatz ermöglicht es, die Flottengrösse zu validieren, Engpässe zu identifizieren und böse Überraschungen beim Go-Live zu vermeiden.

Dieser wiederum wird methodisch vorbereitet: Tests, schrittweise Umstellung, gleichzeitiger Betrieb alter und neuer Flüsse, Validierung anhand vorab definierter Kriterien. Das Change Management ist oft der am meisten vernachlässigte Faktor: Die operativen Teams müssen frühzeitig einbezogen, geschult und überzeugt werden und das vor dem Tag X.

Eine reibungslose Inbetriebnahme ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis einer strukturierten Vorbereitung, der Fähigkeit, potenzielle Probleme vorauszusehen, und einer Koordination zwischen allen Beteiligten (Kunde, Lieferant, Integratoren). Das ist es, was ein Automatisierungsprojekt in einen dauerhaften operativen Erfolg verwandelt.

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